Die Bearbeitung des Märklin-Fahrgestells wurde bis auf die Gewindebohrung für das Nachlaufgestell mit einer Minibohrmaschine ausgeführt Folgende Märklin-Ersatzteile werden benötigt: Schleifer Nr. 7175 und komplettes Laufgestell bestehend aus Nr. 218430, 229210, 230130, 750180 und 753120. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse war es nicht möglich den mechanischen Fahrttrichtungsumschalter von Märklin zu verwenden. Auch die handelsüblichen Elektronik Umschaltbausteine (Roco, Herkat usw.) sind in den Abmessungen zu gross. Deshalb musste die Lok zunächst auf Gleichstrom umgebaut werden damit ich den Micro-Baustein von Uhlenbrock einbauen konnte. Der Umbau war einfach: Die Feldmagnetspule wurde gegen einen entsprechenden Permanentmagneten getauscht. Uhlenbrock hat den kleinsten Fahrtrichtungsumschalter zum Umrüsten von Gleichsromlokokomotiven auf Wechselstrom im Angebot. Artikelnr. 55 520; Grösse 18 x 14 x 7.5mm. Zur Vermeidung von Kurzschlüssen wurde der Baustein mit Klebband isoliert und mittels Heisskleber fixiert.Die einfache Verkabelung des Bausteins erfolgte gemäss der Einbauanleitung von Uhlenbrock. Für die Beleuchtung wurden kleine Microlämpchen und die Lichtleiter vom Märklin-Fahrwerk für die Spitzenbeleuchtung vorne bzw. der Lichtleiter vom Liliputmodell für Tenderbeleuchtung verwendet. Der Dampferzeuger von Seuthe wurde in die Originalhalterung des Liliputmodells gesteckt und entsprechend angeschlossen (Kontaktblech).

Das Liliputgehäuse auf das abgeänderte Märklin-Fahrwerk aufzusetzen war nicht einfach zu bewerkstelligen, da wegen des Knickrahmens nur zwei Befestigungspunkte in Frage kommen. Damit das Aussetzen des Gehäuses passgenau geht, wurde auch der obere Teil des Zylinderblocks von der 95er auf denjenigen der 50er geklebt. Aufgrund des Knickrahmens muss das gesamte Fahrwerk freibeweglich bleiben! Daher wurde die hintere Pufferbohle des Liliput Fahrwerks, das die Bohrungen für die Gehäusebefestigung aufweist, abgesägt und mittels beweglicher Stange mit dem Märklin-Fahrgestell verbunden. Mit kleinen Anpassungsarbeiten konnte das Gehäuse genau aufgesetzt werden. Am Liliput-Gehäuse selbst waren keine Umbauten erforderlich. Legendlich einige Fräsarbeiten für das reibungslose Ausschwenken des Motor- und Getriebeblocks im Innern des Gehäuses und das Anbringen einer Führungsstange waren notwendig.

Nach dem Umbau sind die Fahreigenschaften Klasse und die Lok hat einen gleichmäßigen, und taumelfreien Lauf. Der Spitzname "Mammut“ trifft dank der hervorragenden Zugkraft nun auch zu. Das Ergebnis entschädigt den Aufwand von vielen Bastelstunden allemal. Kleine Kompromisse mussten bei der Steuerung, die vom 50er Fahrwerk stammen, gemacht werden. Auch bei der Pufferbohle sind kleinere Abweichungen vorhanden, da auch hier die Teile des Märklin-Fahrwerks verwendet wurden. Die Kolbenschutzrohre wurden beim Betriebsmodell nicht montiert.

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